Sonntag, 26. November 2017

Bauch-Beine-Po

Das Buch ist innerhalb einer Reihe von Sportbüchern entstanden und soll sich hier auf Bauch-Beine-Po-Training beziehen. Das Buch bringt viele neue Übungen in den eigenen Trainingsplan und lässt ihn damit abwechslungsreicher werden. Jedes Workout ist in sich ebenso abwechslungsreich, was man auch daran erkennt, dass verschiedene Geräte genutzt werden. Was dem einen gefällt, kann jedoch beim nächsten nicht so gut ankommen, denn der Wechsel zwischen den Geräten ist auf eine Art auch ungünstig. Auch sind die Workouts damit nicht anfängertauglich.


Das Buch enthält verschiedene Kapitel:
1. eine kurze Einleitung zur Trainingslehre: Hier wird man motiviert und bekommt erklärt, wie man Häufigkeit und Intensität eines Trainings zusammenstellt. Die Geräte, die zum Einsatz kommen, werden besprochen.
Ich denke viele überspringen diesen Teil des Buches einfach. Er ist aber sehr kurz gehalten, somit ist es ok.

Das Warm-up-Training und Cooldown hat ein extra Kapitel bekommen. Es gibt Übungen ohne Geräte oder mit dem Medizinball oder Stepper. Interessant sind auch Partnerübungen.


Die anderen Kapitel beziehen sich immer auf bestimmte Körperpartien. Dabei sind alle Übungen mit Fotos gut erklärt und es wird auch darauf hingewiesen, was typische Fehler sein können. Weiterhin gibt es für Fortgeschrittene Variationen, so dass jeder auf seinem Level trainieren kann.


Die Workouts sind aufgeteilt auf das Training bestimmter Zonen. Aber auch Ganzkörper-Workouts und Spezials werden vorgestellt. Es gibt klassische Workouts und Workouts für Personen mit wenig Zeit bzw. auf Reisen.

Mach`s dir selbst

Ein sehr interessantes Buch, was auf den ersten Blick sehr langweilig scheint.
Langweilig, weil allein schon das Cover schwarz-weiß und nicht sehr ansprechend aussieht.
Interessant, wenn man erstmal verstanden hat, dass das Buch darauf angelegt ist, es für sich selbst anzupassen. Jeder kann das Buch nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten und so "sein Leben malen".



Angelehnt ist das ganze Prinzip an YouTube-Videos von Menschen, die "Draw my life" online gestellt haben. Man erfährt etwas über deren Gedanken, Interessen und eben auch über Dinge, die man sonst nicht erfahren hätte. Man merkt die Leidenschaft, die in diesem Buch steckt, weil es verschiedene Seiten gibt, die ganz unterschiedliche Themen betreffen. Man lernt so auch etwas über sich selbst und denkt über sich und sein Leben nach. Was hat man in welchem Moment gemacht? Was war das teuerste, was man je gekauft hat?... Manche Fragen kann man aber auch einfach nicht beantworten, weil es sich zB um Geschwister handelt. Und wenn man eben keine hat, müssen solche Seiten frei bleiben.
Fazit: ein schönes Buch zum Malen, kritzeln und Spaß haben - ob man malen kann oder auch nicht.

Donnerstag, 23. November 2017

"Ärzte sind auch nur Menschen." Macht das nicht Angst?


"Ärzte sind auch nur Menschen."

Mag stimmen. Will man aber nicht wahr haben.

Henry Marsh ist vom Beruf her nicht Autor. Er ist Hirnchirurg. Und er hat ein Buch geschrieben. Über seinen Beruf. Über den Beruf Hirnchirurg und über das Heilen, Hoffen und Scheitern.

Wer das interessant findet, dem geht es wie mir und der wird gerne einen Blick in das Buch werfen wollen. Man muss sich aber vor Augen führen, dass man Einblicke bekommt, von denen man sonst nichts erfahren hätte.

Der Autor berichtet aber ganz offen und ehrlich. Er schreibt demnach auch von seinen Gedanken, manchmal der Krankheit lieber ihren natürlichen Lauf zu lassen. Auch berichtet er von bestimmten Krankheitsbildern, die er so behandelt hat. Danach ist auch sein Buch unterteilt.
Man ahnt schon, dass auch vor medizinischer Fachsprache nicht Halt gemacht wird. Somit kann man das Buch also nicht so einfach runterlesen.
Was einen fesselt, ist die spürbare Leidenschaft des Autors an seinem Beruf.
Das Buch ist eine Mischung aus Sachbuch und Roman. Marsh lässt ebenso Gefühle einfließen als auch eine rationale Art, mit seinem Beruf umzugehen bzw. umgehen zu müssen.

Männer können keine Lovestories schreiben! Er und Sie - eine Liebe in Paris ... von Marc Levy


Eine Liebe in Paris... das war ja genau mein Thema, als ich das Buch zu lesen begonnen habe. Beendet habe ich es aber nicht, weil es mich nicht so sehr gefesselt hat.
Vielleicht liegt es ja daran, dass Männer eben doch anders von der Liebe schreiben als Frauen. Das Buch hat nämlich Marc Levy, also ein Autor, keine Autorin, geschrieben.
Obwohl... von ihm habe ich schon andere Bücher gelesen und mich deshalb auch für dieses hier entschieden.

Der Schreibstil von Levy ist schön, aber er arbeitet viel mit Zeitsprüngen, wobei man also immer am Ball bleiben muss und sich die Story nur durch Mitdenken verfolgen lässt. Kein mal eben schnell Durchlesen ist also möglich.
Beide Charaktere lernen wir genau kennen, da aus der Sicht jedes einzelnen erzählt wird.
Dadurch fehlt aber vielleicht auch der Tiefgang des Buches. Zumindest bis zu der Stelle, zu der ich gekommen bin, konnte man keinen erkennen.
Worum geht es aber in dem Buch, welches in Frankreich lange auf Nummer 1 platziert war und viele gute Reviews bekommen hat?
Paul arbeitet als Schriftsteller in Paris. Dorthin verschlägt es auch die Schauspielerin Mia, nachdem sie aus einer Beziehung flüchtet. Beide treffen aufeinander. Was nun folgt, kann man sich ausmalen. Eine klassische Geschichte, aufgehübscht durch die Kulisse der französischen Hauptstadt. Man wartet ja quasi auf die Handlung, die Liebesgeschichte. Diese läuft aber nur zäh an.

An sich ein schönes Buch, eine schöne Story, aber nichts, was es zum Lieblingsbuch machen könnte.

Freitag, 17. November 2017

Foxtrott 4

»Zehn Jahre Afghanistankrieg – ein unangenehmes, peinliches Datum«, schrieb die  »Zeit« im Herbst 2011 und nannte diesen Krieg eine »schwer erträgliche Last« für den Westen. Diese Last tragen seit zehn Jahren auch deutsche Soldaten. Der Journalist Jonathan Schnitt wollte sehen, hören, spüren, was das, aus der Nähe betrachtet, bedeutet – jeden Tag, jede Nacht. 
Er lebte ein halbes Jahr mit einem deutschen Bataillon nahe Kundus, das »an vorderster Front« Dienst tat, teilte mit den jungen Frauen und Männern Hitze, Dreck, Flöhe, Anstrengung, Angst. Er sprach mit ihnen über ihre Erlebnisse, Gefühle, Wünsche und über die Gefahr, dem Tod zu begegnen. Und er sah, wie der Krieg sie veränderte. Jonathan Schnitt rückt aus der Innenperspektive endlich die Soldaten in den Mittelpunkt und zeigt das ungeschminkte deutsche Gesicht des Afghanistankrieges – hautnah, illusionslos, berührend.

Im Krieg schreibt man als Soldat kein Buch. Jonathan Schnitt ist aber kein Soldat. Er ist Journalist. Und als solcher lässt er sich auf das Abenteuer ein, mit Foxtrott 4 in das Kriegsgebiet nahe Kundus zu gehen. Seine Erfahrungen teilt er hier mit uns in offener Weise. Wer das Buch liest, lernt sehr viel dazu. Über die Bundeswehr,  Kameradschaft, Angst und Mut. 
Ich habe das Buch regelrecht verschlungen, obwohl die Thematik neu in meinem Bücherregal ist.
Wie gehen Männer mit Verlusten um, haben Männer auch mal Angst, was denken die zurückgelassenen Familien,  wie ist es Weihnachten im Kriegsgebiet zu verbringen?

Das Buch erzählt ohne Tabus aus der Sicht eines unerfahrenen Journalisten, der sich selbst ins kalte Wasser wirft und seine Erlebnisse für andere dokumentiert.